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10.06.08

Permalink 11:09:22, von praktikum E-Mail , 346 Wörter   German (DE)
Kategorien: Online-Reiseführer

Maut in Athen und New York

Städte wie London und Stockholm machen's vor, andere folgen ihrem Beispiel: Auch die vier Millionen Einwohner von Athener erwartet bald eine Maut.
Mittlerweile haben 55 Prozent der Straßen ihren Verkehrssättigungspunkt erreicht, so dass nicht noch mehr Autos in ihnen Platz finden. In zwei Jahren befinden sich 95 Prozent der Straßen in dieser Lage. Die Citymaut, zahlbar bei der Fahrt ins Stadtzentrum, soll viele der Autofahrer zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel animieren.

Eine Million der 5,5 Millionen griechischen Autos haben mehr als zwanzig Jahre auf dem Buckel und keinen Katalysator. 400 000 zählen zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren Alters, zwar mit (altem) Katalysator, doch häufig mit reparaturbedürftigem.
150 000 Autos kommen jährlich in Athen dazu, so dass sich deren Zahl in den letzten achtzehn Jahren mehr als verdoppelte. Zwar sorgt bereits eine Regelung, nach der an Tagen mit gerader Zahl nur Autos mit gerader Nummernschildzahl in die Stadt dürfen, doch besitzen die meisten Familien mittlerweile zwei Wagen, wodurch sie das Gesetz umgehen.

Vermutlich im nächsten Jahr öffnet das Umweltministerium seine Kassen. Zwar sind die Preise noch nicht festgelegt, doch werden sie wahrscheinlich von Größe und Schadstoffausstoß der Wagen abhängen. Zudem spielen die Behörden mit dem Gedanken an eine Prämie beim Tausch eines alten, stark umweltverschmutzenden Autos mit einem neuen, schadstoffarmen.

Mauten sind übrigens auch in den Städten Patras, Heraklion und Thessaloniki im Gespräch.

New York richtete ebenfalls eine City-Maut ein. Zu zahlen haben alle, die tagsüber die Innenstadt befahren, ausgenommen Taxis und Nutzer der städtischen Autobahnen. Die Einkünfte dienen zum dringend nötigen Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel – bereits jetzt sind elf der 26 U-Bahn-Linien unzureichend.
127 Punkte auf 155 Seiten sollen der amerikanischen Großstadt zum Status „umweltfreundlichste Stadt der USA“ verhelfen und den CO2-Ausstoß in den nächsten zwanzig Jahren um dreißig Prozent mindern.
Dazu gehört u.a. auch die Pflanzung einer Million Bäume.

Acht Millionen leben in New York, zu denen in den nächsten zwanzig Jahren vermutlich noch einmal eine Million kommen wird.

Mehr über die USA gibt’s bei den Reisetops

Permalink 10:04:44, von praktikum E-Mail , 206 Wörter   German (DE)
Kategorien: Online-Reiseführer

Politischer Streit und Freude über kaiserlichen Palast

Die Türkei ist in Aufruhr, denn kürzlich fällte das Verfassungsgericht sein Urteil zur Frage "Kopftuchverbot - ja oder nein?". Bislang herrschte ein Kopftuchverbot an türkischen Universitäten, das die Regierungspartei AKP Anfang dieses Jahres aufhob. Viele befürchten, sie möchte die Trennung von Staat und Kirche untergraben.
Das Verfassungsgericht wies die Aufhebung des Verbots als verfassungswidrig zurück. Damit ist es Zeit für die AKP, zu bangen, denn möglicherweise wird sie vom Gericht verboten.

Wer sich nicht für aktuelle Politik interessiert, freut sich vielleicht über Geschichte: Der kaiserliche Palast in Istanbul steht zur Besichtigung offen. Diese Stadt zeugt ebenso wie Rom zeugt vom einstigen römischen Reich.
Archäologen graben seit Jahren den Großen Palast aus. Konstantin I. ließ ihn in errichten; seine Nachfolger erweiterten ihn. Wer sich nun in die Tiefe wagt (die Stadt lag früher etliche Meter tiefer als heute), erblickt alte Bäder, Mosaike, Fresken, Skelette …
Doch noch sind längst nicht alle Geheimnisse des einstigen Konstantinopel gelüftet. Man darf gespannt sein, was die Archäologen noch zu Tage fördern - und welche Aufschlüsse ihnen die Funde übers Leben vor so langer Zeit geben.

Weitere tolle Reiseziele in aller Welt

09.06.08

Permalink 09:25:56, von praktikum E-Mail , 281 Wörter   German (DE)
Kategorien: Online-Reiseführer

Streit in Italien über Toni und Almirante

Die Kaufhauskette Media Markt lässt seit einiger Zeit "Toni" über den Bildschirm flimmern: Olli Dittrich mit tonnenweise Gel, einem Goldkettchen, Sonnenbrille und flapsigen Sprüchen gibt sich als italienischer Kunde aus.
Dabei scheint er "Toni" selbst als Komiker zu übertrieben zu spielen, wie zahlreiche italienische Proteste beweisen. Sie stören sich offenbar so sehr an der Figur, dass Mediamarkt einen Werbespot absetzte. Darin erzählt der "Italiener", die Deutschen kauften wegen der Fußball-EM unzählige Flachbildschirme, die Italiener hingegen kauften Schiedsrichter. Zwar fügt er ein "Kleiner Scherz!" hinzu, doch dies genügt den Italienern offenbar nicht.

Ein harmloser Werbespot zieht seine Kreise. Mittlerweile kommt das Thema in Zeitungen und Blogs auf den Tisch, wobei es natürlich besonders hinsichtlich des Fußballs analysiert wird. Ob die Deutschen wegen der WM Rache üben? Ob sie die Italiener vor der EM einschüchtern möchten?
Sei ihm, wie ihm wolle, ein Ziel erreichte Toni immerhin: Der Spot von Media-Markt ist in aller Munde.

Kreise ziehen jedoch auch andere Italiener. Manch einer streitet sich auf der Straße um Toni, andere streiten um eine Straße. Die Römer widmen sich momentan dem Streit um den Namen einer Straße. Gianni Alemanno, Bürgermeister im italienischen Rom, plant eine Straße "Giorgio Almirante". Freilich hätte er auch nichts gegen eine für Fanfani oder Berlinguer, doch ob dies nicht nur Taktik ist? Linke jedenfalls wettern dagegen, Almirante, den 1988 verstorbenen Faschisten und Redakteur von "Die Verteidigung der Rasse" mit einer Straße zu ehren.
Man darf gespannt sein, ob Rom sich bald dem Beispiel anderer Städte (Foggia, Apulien …) anschließt, indem es Almirante im Stadtbild verewigt.

Mehr rund um Italien

06.06.08

Permalink 10:56:17, von praktikum E-Mail , 99 Wörter   German (DE)
Kategorien: Online-Reiseführer

Pfusch an chinesischen Schulen?

Chinesische Eltern, die beim Erdbeben am 12. Mai viele ihrer Kinder verloren, vermuten einen Skandal: Häufig stürzten Schulen zusammen, obwohl die Gebäude der Nachbarschaft unversehrt blieben. Einheimische gehen von Pfusch am Bau aus, weshalb sie von der Regierung eine Untersuchung verlangen.

Übrigens ereignete sich auch in Island vor kurze ein Erdbeben. Am letzten Donnerstag im Mai erschütterte es die Hauptstadt Reykjavik und das nahe Städtchen Selfoss. In letzterem Ort klagt man über zerstörte Häuser, Straßen und Brücken.

Mehr zu China und anderen Ländern gibt's bei Reisetops.com

Arbeiten in China?

05.06.08

Permalink 10:46:51, von praktikum E-Mail , 246 Wörter   German (DE)
Kategorien: Online-Reiseführer

Von Polizeihunden und jugendlichen Säufern

Britische Polizisten drücken die Schulbank: Auch sie müssen nun Deutsch lernen! Grund ist der Import Deutscher Schäferhunde, die die Befehle ihrer Hundeführer nicht verstehen. Da sieht man mal, wie wichtig das Erlernen von Fremdsprachen sein kann …

Apropos Schulbank: Werfen wir doch einen kleinen Blick auf die britische Jugend, denn ihr drohen möglicherweise schärfere Gesetze. Offenbar kamen der britischen Regierung zu viele Schreckensnachrichten zu Ohren.

Schlimm, wenn eine Trinkerkarriere bereits in jungen Jahren beginnt. Heitere Jugendliche am Wochenende scheinen auf dem besten Weg dahin, wenn sie sich in Gruppen (oder allein) ausgiebig dem Alkoholgenuss widmen.
Tatsächlich trinken im britischen Königreich weniger Minderjährige als früher, doch die Trinkenden bechern dafür immer mehr. Dabei unterstützen sie auch noch die Erwachsenen, die ihnen gönnerhaft Bier und Härteres zuschieben: Das Junggemüse soll ja seinen Spaß haben.

Wer den achtzehnten Geburtstag noch nicht hinter sich hat, aber Alkohol mit sich trägt, wird künftig verwarnt und hat natürlich die Dose bzw. Flasche abzugeben. Hartnäckigkeit erfährt schärfere Strafen. Die Polizei soll das Recht haben, Ansammlungen angeheiterter Zehnjähriger aufzulösen. Erwachsene, seien es Eltern oder Verkäufer, bekommen bei Fahrlässigkeit ebenfalls Ärger.

Jedoch: Wer bereits als Jugendlicher ausschweifend trinkt, trägt meist bereits einen Haufen Probleme mit sich herum. Ob die richtige Lösung darin besteht, ihn obendrein noch als Kriminellen abzustempeln, was ihm noch mehr Schwierigkeiten bescherte?

Mehr rund um England

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