Verwirrung herrscht in Großbritannien, denn ab Sommer klimpern neue Münzen auf dem Tresen. Nun fügen sich Pence und Pennys zu einem Wappen zusammen, das es komplett auf der Pfundmünze zu sehen gibt. Schottische, irische und englische Wappenzeichen tauchen dabei auf, allerdings keine walisischen. Statt Zahlen nennen Wörter den Wert eines Geldstücks.
Matthew Dent, ein junger Designer, erdachte sich die Geldstücke. Nach vierzig Jahren gleichen Symbolen bietet die Royal Mint nun etwas Aufsehenerregendes - doch ob es sich im Alltag als praktisch erweist?
Kritiker mosern über den Verlust von Galionsfigur "Britannia", die bislang 50-Pence-Stücke zierte. Seit ungefähr einem Jahrtausend entdeckt man sie auf britischem Geld. Angesichts der Proteste wird sie auf Sondermünzen zu sehen sein.
Andere beklagen sich über die unzeitgemäße politische Währung. Hätten nicht Flora und Fauna besser als Schmuck des Geldes gedient?
Und manch einer wittert gar eine hinterlistige Machenschaft, Briten durch Verwirrung zum Euro zu bringen.
Engländer und ausländische Besucher erwartet ab Sommer noch eine weitere Neuerung, nämlich die elektronische Gesichtskontrolle. Statt freundlichen Angestellten sieht man sich einem Automaten gegenüber, der die Gesichtszüge mit dem biometrischen Pass-Chip vergleicht.
Verständlicherweise reagieren viele Bürgerrechtler erzürnt, da sie Zweifel an der Datensicherheit hegen. Zudem warnen sie vor Fällen, in denen die Maschine ihr Gegenüber fälschlicherweise als illegal einstuft. Man stelle sich - neben dem Ärger - auch die Verzögerungen vor.
Im Sommer befinden sich die Automaten zunächst in der Testphase, doch bei Bewährung stehen sie bald an allen britischen Flughäfen.
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