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Demonstration gegen Kartelle und Verbrechen
In Deutschland stöhnt man über eine wachsende Jugendkriminalität, in Italien über die Mafia, doch bei all den Sorgen haben Europäer es noch vergleichsweise gut. Man werfe nur einen Blick über den großen Teich nach Mexiko, wo pro Tag allein in der Hauptstadt vier Morde geschehen. 250 werden dort täglich überfallen. Fast keine Straftat wird aufgeklärt.
Letztens protestierten hunderttausende Weißgekleidete gegen die Kriminalität. Sie werden ihrer allmählich überdrüssig. Doch die Regierung selbst vermag kaum etwas zu unternehmen, denn allzu weit haben die Verbrechen Mexiko schon geknebelt.
Das in Peru, Bolivien und Kolumbien angebaute Kokain wandert zwecks Transport und Vermarktung zu mexikanischen Kartellen. Bis in die Spitze des Landes reichen die Fäden, hunderte Gemeinderäte und Bürgermeister arbeiten für die Kartelle. Justizbeamte und Polizisten gelten als ineffizient und bestechlich. Gerade letztere laufen in Scharen zu den Bösen über, wie auch ehemalige Militärs.
Nun hofft Mexiko, das Problem durch Hilfe der USA in den Griff zu bekommen. Die sicherten dem Land erst kürzlich 1,5 Milliarden zur Ausbildung und Ausrüstung der Sicherheitsleute.