Verknüpfung alter Linien - Fahrt zu Sehenswürdigkeiten am Ring
Ab dem 26. Oktober dieses Jahres verändern sich die Strecken des öffentlichen Verkehrs in Wien. So entfällt die Ringrunde, doch dafür darf man sich über eine Verknüpfung bisher bestehender Linien freuen.
Die neue Linie 1, eine Verbindung der Linien 65 und N, lohnt sich besonders für Touristen, da sie die Sehenswürdigkeiten am Ring verbindet: Rathaus, Burgtheater, Kunst- und Naturhistorisches Museum, Hofburg, Staatsoper, Prater, Hundertwasserhaus … Sie führt von der Prater Hauptallee über Schwedenplatz, Ring und Oper zum Stefan-Fadinger-Platz.
Die neue Linie 2, entstanden aus den Linien N und J, fährt von der Ottakringer Straße über die Oper zum Ring, Schwedenplatz und Friedrich-Engels-Platz. Dadurch gelangen Touristen zur Hofburg, zum Museum für angewandte Kunst (MAK), zur Urania, zum Parlament, zum Kunst- und Naturhistorisches Museum …
Im kommenden Jahr werden die Linien 71 (dann: Linie 4) über den Ring erweitert, bis hin zur Börsegasse. Sie fährt über Kaiserebersdorf, Schwarzenbergplatz, Ring, Schottentor.
Die Linie D bekommt den Namen Linie 3.
Noch immer zeigt sich in Belgien keine Lösung der politischen Debatte. Sechzig Prozent der Belgier sind Niederländisch sprechende Flamen, die mehr Entscheidungen der Regionen fordern. Die Französisch sprechenden Brüsseler und Wallonen hingegen fürchten sich dadurch vor einer Schwächung zentraler Einrichtungen. Hauptstreitpunkt ist Brüssel-Halle-Vilvoorde, denn nur dort gehen vor einer Wahl Angehörige von Parteien beider Sprachen auf Stimmfang. Den Flamen mundet dies nicht, weshalb sie den Wahlkreis spalten möchten.
Das Verfassungsgericht hatte die Politiker zur Behebung des Problems aufgefordert. Einzig die Wahl 2007 durfte noch nach alter Gewohnheit ablaufen.
Yves Leterme, Sieger der Wahl vom zehnten Juni 2007, gab nun sein Scheitern zu. Am Dienstag vergangener Woche reichte er - nach nur vier Monaten Regierungszeit - ein Rücktrittsgesuch an. Die Fünf-Parteien-Koalition hatte er nur deshalb im Frühling zusammengestellt, da er versprach, bis zum 15. Juli eine konsensfähige Neuordnung des Staates zu verkünden. Dies gelang offenbar nicht.
Verschüchterte Athleten, Ablenkung der Journalisten
Besonders bei Großereignissen wie z.B. den Olympischen Spielen fiebern Bürger aller Nationen mit. Sie verschlingen Zeitungsartikel, sammeln jede Nachricht "ihres" Stars. Von den diesjährigen Olympischen Spielen in Peking (8. - 24. August) bekommt man jedoch eher wenige Fakten zu hören.
Dabei kann man nicht sagen, dass sich die chinesische Regierung nicht um ausländische Journalisten kümmert, im Gegenteil. Diese bekommen häufig Einladungen zu Pressekonferenzen, sei es zur Besichtigung der Kläranlage oder einer Blumenzüchtung. Erstaunlich angesichts der Reserviertheit, mit der das Reich der Mitte Journalisten früher begegnete.
Doch das Thema, dass die westliche Welt momentan am meisten beschäftigt, kommt bei Pressekonferenzen nicht zur Sprache: Chinas Politik. Mal ehrlich, wen interessieren Blumen, die speziell für Olympia gezüchtet wurden, wenn Tibeter und Wanderarbeiter unterdrückt werden? Wenn die chinesische Landbevölkerung ob der Umweltverschmutzung Missbildungen zur Welt bringt? Wenn die Wirtschaft boomt, auf Kosten tausender Arbeiter?
Nur wenige Sportler treten mit Reportern in Kontakt, die meisten wirken verschüchtert. Sie meiden das Thema Politik, vielleicht wegen der heftigen Reaktion Pekings auf die tibetischen Unruhen.
Und so wirken selbst die Bemühungen der Pekinger Regierung um ausländische Journalisten wie eine Verschleierungstaktik, um sie vom Wesentlichen abzulenken. Die Welt soll das Reich der Mitte bei den Olympischen Spielen schließlich im vollen Glanz erstrahlen sehen, Folter und Unterdrückungen werden übertüncht.
Sicherheitsvorkehrungen zu den Olympischen Spielen
Immer häufiger hört man aus China Berichte über Unruhen und Demonstrationen. Die Bevölkerung zeigt sich unzufrieden, sei es wegen Landesenteignung oder anderen Unterdrückungen. So protestierten im letzten Monat dreißigtausend Chinesen in Guizhou, indem sie Polizeiautos und Regierungsgebäude in Brand steckte. Letzte Woche wurden bei Unruhen in Menglian zwei Menschen erschossen. Nun explodierten in Kunming zwei Busse, wobei zwei Menschen starben. Vierzehn erlitten Verletzungen.
Die Regierung reagiert mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen, um möglichen Terroranschlägen bei den Olympischen Spielen vorzubeugen. So kommen in manchen Städten Überwachungskameras zum Einsatz, während zehntausende Polizisten über die Sicherheit in Peking wachen. Regierungskritiker werfen den Politikern vor, die Terrorgefahr zu übertreiben.
Neue Ordnung für die Sommerferien in Redruth (Cornwall)
Um spätestens 21 Uhr wieder zu Hause zu sein, behagt vielen Jugendlichen gar nicht. Sie möchten sich lieber die Nacht anderweitig um die Ohren schlagen, haben zudem auch Verpflichtungen (Chorprobe, Ministrantenversammlung …), die ggf. länger dauern. Doch zumindest im englischen Redruth werden sie mit solchen Entschuldigungen Probleme bekommen. Die Kommunalregierung beschloss eine Straßensperre für Unter-16-Jährige, d.h. diese haben nach 21 Uhr im Haus zu bleiben. Für Unter-Zehnjährige gilt dies bereits ab acht Uhr abends.
"Operation Goodnight" (Operation Gute Nacht) nennt sich die Maßnahme, die für die diesjährigen Sommerferien gilt. Dadurch erhoffen die Bürger sich mehr Sicherheit und Ruhe auf den Straßen, denn zu oft kam es zu Schäden, Beleidigungen und Verletzungen durch wütende Teenager.
Trifft die Polizei doch auf Junggemüse, wird es angehalten und ggf. nach Hause begleitet. Den Eltern droht eine Verwarnung und ggf. ein Erziehungskurs.
Vor etlichen Jahren erteilte die Landesregierung den Städten die Erlaubnis zu solchen oder ähnlichen Maßnahmen. So hat die Polizei z.B. die Möglichkeit, Ansammlungen von Jugendlichen aufzulösen.
Freilich hagelt es von manchen Seiten Kritik, denn die Annahme, dass jeder Minderjährige nachts plötzlich als Krimineller anzusehen ist, mutet schon merkwürdig an. Doch schließlich dient die Verordnung auch ihrer Sicherheit, denn so werden sie nachts kein Opfer einer Gewalttat.