Noch immer entdeckt man New Yorker Stadtpläne, die nach der 110. Straße aufhören, als setze sich die Stadt im Norden des Central Parks nicht fort. Dabei beginnt doch erst dort eines der interessantesten New Yorker Viertel: Harlem, einst als Nachtklub-Hauptstadt gefeiert.
Doch es sind nicht nur die ausgezeichneten Jazzlokale, zu denen Touristen strömen, sondern auch afrikanische Märkte oder Gottesdienste. Wurde die Gegend früher gemieden, schien sie um die Jahrtausendwende plötzlich einen magischen Bann auszuüben. Mit einer gewissen Nostalgie erinnert man sich an das Viertel als gefährlichstes Ghetto der Welt.
Mit der Depression der 1920er Jahre ging die erste Renaissance Harlems zu Ende. Man gewann die Einsicht, dass Kunst zur Versöhnung von Schwarz und Weiß nicht genügt. Nun steht offenbar eine zweite, diesmal wirtschaftliche Renaissance an. Ob sie gelingt?
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