Viecher Mathe Intelligenz

Teil II - Hier Teil I von Handwerk ohne Hände

Verdammte Mathe

Es besteht Einigkeit in der Wissenschaft, dass unsere Umwelt, unsere Wirtschaftsweise, unseren Charakter und unsere Denkfähigkeit prägen und sich auch auf unsere Gene auswirken. Scherpas vertragen große Höhen, Eskimos arktische Verhältnisse, eine dunkle Hautfarbe schützt vor zu viel Sonne. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt formte unser Hirn und unsere Erbanlagen. 
Die Erfindung des Rades setzte eine unglaubliche Fülle von Denkprozessen, Tüfteleien, Rechenkünsten und handwerklichen Tätigkeiten in Gang. Vernunft, Logik, das räumliche Vorstellungsvermögen wurden entwickelt. Werkzeuge, Zahnräder, Getriebe, Kraftübertragung, Umwandlung von waagerechten oder senkrechten Bewegungen in Drehbewegungen usw. all das schlug sich nicht nur als Intelligenz in unseren Köpfen nieder, sondern auch in unseren Nachnamen, im Landschaftsbild, ja unserer ganzen Kultur: Wagner, Wagenknecht, Stellmacher, Schreiner, Drechsler, Sattler, Kästner, Böttcher, Gerber, Schröder (Schneider, engl. to shred, verwandt mit "schroten" und "Schrott"), Vogt, Meier (beide: Verwalter, also "Rechner"), Spindler, Müller, Schmidt ... Letzterer, der Schmied, taugte auch zum Zähneziehen. Die Kraft, der Antrieb, stammte von Großtieren, gefolgt von Wasser und Wind. Ersteres hatte den Vorteil, standortunabhängig zu sein. 

Weiler, Dörfer, Städtchen

Alle 20-30 Kilometer entwickelte sich ein kleiner Mittelpunkt. Warum? Nun, das war eine "Pferdereise" per Ritt oder Fuhrwerk, also Zeit zum Ausspannen, Reparieren, Essen, Schlafen und Beischlafen ... Ein Püfflein zeitigte ein Kirchlein - fertig war das Dörflein. Die Kirche war´s zufrieden, denn ohne Sündlein kein Einkommen. Anders als gemeinhin geglaubt, brauchte sie die Sünde, wollte sie aber kontrollieren und die Übeltäter per Beichte zur Kasse bitten. Das lokale Pfäfflein musste seinen Obrigen Rechenschaft ablegen, wenn die Einnahmen nur mickrig ausfielen und fürchtete Degradierung zum Glöckner oder anderen niederen Tätigkeiten. Anders übrigens im späteren autoritären, "gradlinigen" Protestantismus, denn dort waren Gebot und Verbot tatsächlich einzuhalten, weil die Beichte quasi abgeschaffen ward. 
Standardwerk zur frommen Sexbessenheit: Karlheinz Deschner, Das Kreuz mit der Kirche, was jede Mutter ihrer Tochter von dreizehn Jahren unters Kopfkissen schieben sollte.  

Beförderung von Wagen, Waren und DenkkraftGöpelwerk

Diese Tagesstrecken prägten die ganze Siedlungsgeschichte. Sie gaben den Anstoß zum Beherbergungswesen und der Gastronomie und befeuerten die Entstehung von Werkstätten, denn immer ging irgendetwas entzwei: Eine Speiche, ein Hufeisen, eine Dille, ein Riemen, ein Fass, eine Kiste, eine Plane ... Lagen die Orte günstig, z.B. am Schnittpunkt mehrerer Straßen, dann wuchs ein kleiner Mittelpunkt zum Städtchen. Das Handwerk förderte den Erfindungsgeist und die Intelligenz, wie wir sie verstehen. Rechnen, Planen, Messen, Wiegen, Zusammenfügen, Verwalten, zukunftgerichtetes Denken, Strategien, Logik und Logistik, Ratio und Intelligenz (intellegere = lat. "dazwischen-lesen", einsehen, verstehen) durchwob fortan die ganze Gesellschaft. Eine Mühle ist eine hochkomplexes Räderwerk über mehrere Stockwerke. Schon die Beschreibung zum Göpel, wie hier nebenstehend, nimmt bei Wiki mehrere Bildschirmseiten ein. Die ersten Mühlen wurden übrigens von Frauen betrieben, unten ein flacher oder leicht nach innen gewölbter Stein, oben einer zum Rubbeln, ähnlich wie beim Waschbrett. Man hat Skelette gefunden, die diese "Sklavenarbeit" an Wirbeln und Knien enthüllten. Später kam die Handmühle, wieder zwei aufeinander passende Steine, diesmal rund, im oberen ein Loch zum Nachfüllen, daneben eins mit einem Stecken und dann den ganzen Tag drehen ...

Intelligent segeln

Wichtig war auch die Entwicklung der Segelschiffahrt mit Bootsbau, Navigation und Transport. Erst das Segelschiff ermöglichte nennenswerte Ladungen und Warenaustausch, selbst zu fernen Kontinenten, denn bei Ruderbooten nahmen Wasser- und Lebensmittelvorräte für die Besatzung zuviel Raum ein. Neue Ideen und Erfindungen zogen ein, die Intelligenz wuchs. Weder die Amerikas noch Afrika kannten Segelschiffe, abgesehen von Ägypten und dem benachbarten Nubien (Sudan), aber das war keine Hochseeschiffahrt sondern eine auf Binnengewässern bzw. dem Roten Meer und Mittelmeer. 
Gerechnet wurde weiträumig auf dem Land, erst daneben im Gelehrtenstübchen. Ab dem 12. Jh. wurden den Kirchturmuhren bei uns Minutenzeiger verpasst, so dass der Tag sich wirkungsvoller takten ließ. 
Ebenso wichtig war die Entwicklung einer alltagstauglichen Schrift. Sie entstand, um Ernten und Steuern festhalten zu können. Die Steinklötze der Maya konnten Dynastien und Schlachten festhalten, taugten aber nicht dazu, der Oma zum Geburtstag zu gratulieren. 

Im Umkehrschluss: Ohne Großtiere, Rinder, Pferde, die zum Arbeiten gebracht wurden keine Intelligenz, wie wir sie verstehen. Es mag andere Intelligenzen geben, aber sie passen nicht zu dem, was wir kennen, brauchen und täglich anwenden. 
Das Pferd wurde unter zwei Zielen gezüchtet: Charakter, also vor allem die Handhabbarkeit - hier sind wir wieder bei der Hand - und Anatomie, dem Köperbau, mit Merkmalen wie Größe, Bewegungsfähigkeit und Ausdauer.

Nebenbei, zur Handhabbarkeit: Es ist ist ja höchst bemerkenswert, dass ein Viech ein anderes - und auch noch artfremdes - auf seinem Rücken duldet. Ausgenommen sind Bären auf Böcken. Diese Stellung kommt im Leben sonst nur in einer Situation vor. Die ganze Reiterei ist verdächtig ... Der libidinöse Kern ist eindeutig, sind die Reitställe doch nahezu ausschließlich von Angehörigen des weiblichen Geschlechts bevölkert. Dort leben sie oft aus, was sie bereits in sich tragen oder sie lernen es: Befehlen und Herrschen, was leicht zu späteren zwischenmenschlichen Problemchen und Scheidungen führen kann. Manche Trottel brauchen das allerdings ..., womit die Welt dann wieder in Ordnung wäre. Die meisten Jungs würden eher auf dem Motorrad hocken, denn das hat mehr PS, Pferdestärken also, und brummt tief und mächtig. Sie bändigen gleich eine Vielzahl von Rössern auf einmal. Oder sie toben sich beim Fußball aus, was ebenfalls libidinös besetzt ist, wie Desmond Morris unter dem vorstehenden Link zeigt. Kraft, Krieg, Kampf, Siege, Tore "schießen", Kloppereien, Rekorde, Klaus Theweleit lässt mit den Männerphantasien grüßen. 
Die Bauern fahren Kutsche, nie reiten sie. Andernfalls bekämen sie sicher die eine oder andere Anzüglichkeit zu hören. Hier mögen auch noch soziokulturelle Gewohnheiten eine Rolle spielen, denn Reiten war ein Privileg des Adels. Die Bauern hatten keine Mittel zum Unterhalt eines Reitpferdes, und im übrigen sollte ein jeder in seinem Stande verharren. Dem also folgten sie vielleicht bis heute - unbewusst. 

Paradiese - Kontinente ohne Mathe Freiburger Münster

Das größte Tier bei der Ankunft der Europäer in Südamerika z.B. war das Lama, als Reit- und Zugtier untauglich, da nicht beschlagbar. Womit auch? Gold? Es gab keine Eisenverarbeitung. Nächstgrößere Tiere: Der Tapir - ein Fleischklops - gefolgt vom Truthan. 
Der Bison in Nordamerika wurde nur bejagdt, nicht aber gezähmt. Das Pferd war seit 10.000 Jahren ausgestorben; Mustangs waren entkommene Pferde der Spanier. Wikinger und Polynesier erreichten die Amerikas per Segelboot, aber der ganze Kontinent kannte selbst kein Segel.
In Schwarzafrika gab´s Viehhaltung, die Massai trimmten ihre Rinder auf Hörnergröße - was Prestige eintrug - nicht aber auf Milch oder Fleischmenge. Das Rad existierte nur als rituelles Sonnensymbol, Pferde gab es nicht, Zebras zogen nichts, wurden nicht geritten, und anders als in Asien wurden Elefanten nicht gezähmt.
Manche afrikanischen Völker hatten drei Zahlwörter: Die "Eins", die "Zwei" und "viele". Das ist wie Mama, Papa - die dann zusammen - und daneben die Kinder. Mehr brauchte man nicht, denn das war überschaubar und normal.
Neuseeland kannte keine Säuger. Größte Tiere: Vögel, flugunfähig geworden mangels Raubtieren, die ihnen hätten nachstellen können; größtes Tier in Australien das Känguruh. Man spanne mal einen solchen Hopser vor ein Gefährt ...
Kurzum: Die Europäer stießen auf ganze Kontinente, Völker, die grade die Steinzeit verlassen, aber nie gerechnet, sich in logischem, rationalem Denken geübt und eine Intelligenz nach unserem Verständnis entwickelt hätten, wie es die Ausdifferenzierung des Handwerks in Asien und Europa - beruhend auf arbeitenden Großtieren - ermöglichte, ja erzwang.
Nicht umsonst ist das meistverhasste Fach hierzulande die Mathematik, die alles durchzieht. Hinter allen Graden, allen ebenmäßigen Linien und Formen steckt Mathe. Man schaue um sich ... In der Natur allerdings - deren Teil wir sind - ist die Gerade unbekannt. Mathe ist den meisten von uns fremd geblieben, hat sich aber zum Herrschaftswissen entwickelt und wird gesellschaftlich stets belohnt. Da kann ein jeder auf anderen Gebieten noch so beschränkt sein - Mathekünstlern, Ingenieuren, Technikern, Technokraten und Kontrolleuren würde ihre sonstige Ignoranz verziehen werden, denn sie sind gefragt, um unser ganzes System am Laufen zu halten, denn darum geht´s: Aufrechterhaltung sinnentleerter Möbilität - die bis Anfang des 20. Jh. doch immer einen Zweck hatte - und Konsums, insbesondere des Wegwerfverbrauchs (Mode, Modellwechsel usw.). Heute sind diese Leute allerdings KI-bedroht; erst arbeiten sie mir ihr, bis diese sie ersetzen kann. 

Mathe-Gen 

Unlängst erst wurde das Mathe-Gen von der Max-Planck-Gesellschaft gefunden, Robo1 heißt es. Es sitzt auf einem X-Chromosom, so dass es eher von Frauen weitergegeben werden wird. Nicht erstaunlich, dass aus den Wissenschaften nichts Näheres zu hören ist, denn vorstehende Erkenntnisse - noch nie so zusammengefasst gefunden - bergen natürlich Brisanz, und niemand will sich die Finger verbrennen, einen Scheißsturm auslösen und geächtet werden. 
Gleich steht die Frage nach der weltweiten Verteilung von Robo1 bzw. Intelligenz im Raum. Wo steckt das Gen auf der Welt? Gibt es Völker mit auffällig hohem oder niedrigem Anteil? Bestehen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Muslimen und Christen, Katholiken und Protestanten, Ost- und Westeuropäern usw. usw.? 
Ferner auch die Frage nach dem, was wir denn so aus benachbarten oder ferneren Teilen anderer Welten importieren, z.B. aus Afghanistan mit einer Analphabetismusquote von 70 %, und in unser Sozialsystem lassen, ja sogar herbeirufen, wie das Christkind Göring-Eckardt es tat.
Gäbe es Gruppen oder Völker ohne oder mit vernachlässigbarem Robo1-Anteil, dann ließen sich die Bemühungen um die Vermittlung mancher Bildungsinhalte sowie die Ausgaben dazu einsparen. Der Schlachtruf der Politik: "Bildung, Bildung, Bildung" kann kaum auf fruchtbaren Boden fallen, wenn es wenig zu bilden gibt. Ja, die ganze Entwicklungshilfe stünde auf dem Prüfstand, denn wo nix ist, kann wenig entwickelt werden. 
Ruhende Intelligenz
Steven Pinker (Die Euphemismus-Tretmühle) im Welt-Interview:
"WELT: Sie schlagen in Ihrem Buch ein Moratorium für bestimmte Forschungen vor, etwa für die Frage, ob die ethnische Herkunft eines Menschen etwas mit seiner Intelligenz zu tun haben könnte. Ist das nicht auch Cancel Culture? 
Pinker: Nein, denn dabei wird niemand öffentlich bestraft. Es geht nur darum, dass es vielleicht eine stillschweigende Übereinkunft geben sollte, über gewisse Dinge keine Meinung zu haben, weder in dieser noch in jener Richtung." Na ja, das mag vor der Fatwa schützen, weniger vor dem alltäglichem Messer. 

Ein Unerschrockener ist der Bildungsforscher Heiner Rindermann, der bereits 2015 im "Focus" einen "Weckruf" loslies, Ingenieure auf Realschulniveau. Hier ein Hintergrundartikel, speicherbar als pdf. Nichts bleibt ausgespart: Kriminalität, Verwandtenehen mit Inzuchtproblemen, Analphabetismus, akademische Leistungen, IQ. 
Rindermanns Wiki-Eintrag erwähnt ein Interview mit Deutschlandradio Kultur 2007, aufgrund dessen die Ethnologinnen und Afrikanistinnen Carola Lentz (ex-Goethe-Institut-Chefin !), Anna-Maria Brandstetter und Raija Kramer ihn per Presseerklärung an mehrere Unis denunzierten. Vorwurf: Er verbreite rassistische Theorien.
Beim Wiki-Eintrag von Lenz herrscht Schweigen; "Rindermann" taucht nicht auf. Kramer machte 2020 Schlagzeilen, weil sie mit ihrem "Forschungsteam" zur Covid-Zeit die glorreiche Eingebung hatte, zum Studium westafrikanischen Volks- oder Stammestänze o.ä. in Kamerun aufzubrechen - genau das braucht unser Land ! - und dort prompt festsaß. Die Kameruner feindeten Europäer als Virusträger an, so dass die Truppe nicht wagte, ihr Hotelzimmer zu verlassen. Sie verstanden nicht, warum eine europäische Hupfdohle und "Professorin" ihre Luft verpestete. Kameruner beim Studium hiesiger Volkstänze, z.B. die schuhplattlernder, bajuwarischer Eingeborener, wurden hier noch nie gesichtet.  

Dass Mathe übrigens auch Spaß machen kann, versichern die Anwender von Bettermarks, einer Lern-App zum "Lieblingsfach". 

Teil II - Hier Teil I von Handwerk ohne Hände

 

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